So sieht Klimaschutz aus.

Energieeffizienz hoch, Kosten runter

Von Fischen und Lilien

Ed Feenstra hat mehr als eine Idee zum Thema PLEXIGLAS®

Ed Feenstra ist ein Tüftler. „Ich liebe Technik“, sagt der 46-Jährige. Beim Rundgang durch die Gewächshäuser seiner Betriebs Feenstra Flowers im kanadischen Ontario wird klar, was das bedeutet: Überall gibt es technische Spezialitäten à la Ed, die die Arbeit erleichtern. Die weißen Bewässerungsrohre über den Lilienbeeten zum Beispiel. Oder das Rohrsystem unter der Decke, durch das im Winter heißes Wasser läuft und den Schnee zum Schmelzen bringt. Das haben sich inzwischen sogar andere Gewächshausbetreiber abgeschaut.
„Ich überlege eigentlich ständig, was man verbessern könnte“, sagt Ed.

Dieser Drang nach Verbesserung und perfekter Funktionalität brachte ihn zu PLEXIGLAS®. 1992 baute er sein erstes Gewächshaus aus Folie. „Wir standen ganz am Anfang unseres Unternehmens und nahmen Folie - einfach, weil sie billig war.” „Doch zufrieden waren Ed und seine Frau Loraine nicht: „Die Lichtausbeute war nicht gut und wir hatten große Probleme mit Kondenswasser, das auf die Pflanzen tropfte.“ Dadurch hatten die Feenstras ständig mit Botrytis, einer Pilzkrankheit, zu kämpfen. Und auch der vermeintliche Preisvorteil des mit Folie bespannten Gewächshauses war schnell keiner mehr: „Wir mussten die Folie alle zwei Jahre komplett erneuern.”

Die Lösung hatte Ed seit Längerem vor Augen: Sein Nachbar und Freund Otto Bulk von „Rosa Flora“ betrieb schon seit 1987 Gewächshäuser aus PLEXIGLAS® mit all seinen Vorteilen. Diese kannte Ed bereits gut, denn er hatte vor seiner eigenen Firmengründung viele Jahre bei Otto gearbeitet. 2000 fand Feenstra dann einen Weg, die Folie durch PLEXIGLAS® Doppelstegplatten zu ersetzen. Die Entscheidung hat er nie bereut: „Unsere Lilien wachsen durch die hohe Lichtdurchlässigkeit deutlich besser und wir haben eine höhere Ausbeute.“ Die wärmedämmenden Eigenschaften von PLEXIGLAS® sind ein weiterer Vorteil.

Bei Feenstra Flowers werden auf 4.800 Quadratmetern unter 16mm PLEXIGLAS® Stegdoppelplatten verschiedene Liliensorten angebaut. Die anspruchsvollen Gewächse mit klingenden Namen wie Mero Star, Sorbonne, Siberia, Rialto and Yelloween benötigen eine konstante Temperatur von 17 bis 18 Grad. Das kanadische Klima setzt mit heißen Sommertagen von bis zu 30 Grad Celsius und dunklen Wintern mit Temperaturen von bis zu  minus 30 Grad Celsius dagegen. „Durch die gute Wärmedämmung von PLEXIGLAS® können wir die Temperaturen mit weniger Energieeinsatz konstant halten.“ Ed Feenstra: „Die Umstellung auf PLEXIGLAS®  war für uns eine Investition in die Zukunft.“
Er baut inzwischen nicht nur eigene Gewächshäuser aus dem Material, sondern leitet auch Edwards Greenhouse. Dieses Unternehmen liefert und baut Gewächshäuser für Gärtner in ganz Ontario. „Das Verarbeiten von PLEXIGLAS® ist sicher, leicht und geht sehr schnell – es macht richtiggehend Spaß, ein Gewächshaus damit zu verglasen.“ Mit einer Mannschaft von sechs Mitarbeitern schafft Feenstra so zwei Häuser pro Tag, das sind rund 300 Platten. Sein Bautrupp erhält immer häufiger Anfragen, da der Bedarf an Anlagen aus dem Material deutlich steigt.

Das benötigte Acrylglas lagert Feenstra in einer Halle von 2000 Quadratmetern Größe – auch hier kommt PLEXIGLAS® zum Einsatz. Die Beheizung, die für ein PLEXIGLAS® gedecktes Lager notwendig ist, ist minimal. Feenstras neue Bodenheizung wird nur bei extrem kalten Wettereinbrüchen benutzt. Das transparente PLEXIGLAS® Dach spart nicht nur Heiz-, sondern auch Beleuchtungskosten, da es das Tageslicht durchlässt. Ein Teil der Bedachung ist aus PLEXIGLAS HEATSTOP® Stegdoppelplatten, speziell formulierten, Infrarotlicht reflektierenden Scheiben. HEATSTOP® vermindert die Aufheizung der Arbeitsräume, wodurch deren Klimatisierung überflüssig wird. Das spart nichterneuerbare Energie!

Es wäre nicht Ed Feenstra, wenn er sich nicht noch etwas zum Thema Acrylglas ausgedacht hätte: Nun bietet er Kunden, die ihr Gewächshaus auf PLEXIGLAS  umrüsten wollen, eine komplette Systemlösung. Die Nachfrage nach solchen Lösungen wächst: Die Kunden wissen, dass sich Qualitätssysteme in Verbindung mit Qualitätsverglasung auszahlen.

Man ahnt es: Ed Feenstra hat ständig eine neue Idee im Kopf. Die aktuellste nimmt gerade Formen an. Auf einer langen Autofahrt hatte er plötzlich die Idee: ein Wärme-Rückgewinnungs-System (Heat Recovery System) für die Gewächshäuser. Die Luftkammern in den Stegplatten machen es möglich. Von Zeit zu Zeit muss die überschüssige Feuchtigkeit aus dem Gewächshaus geleitet werden. Bislang wurden dazu die Ausstellfenster geöffnet, durch die dann trockenere Luft herein strömte. „Das hat zwar funktioniert, wir haben dadurch aber Wärme verloren“, erklärt Ed. Er baut einen Prototyp eines Wärmetauschsystems, indem er die einzigartige Geometrie der PLEXIGLAS® Platten nutzt. Das erwartete Ergebnis ist, „Energie zu sparen, weil wir weniger heizen müssen.“ Künftig könnten viele Gärtner von diesem Energiesparsystem profitieren.

 „Wir sind schon gespannt, was ihm als Nächstes einfällt“, sagt einer seiner Mitarbeiter. Bei dem Tempo an Feenstraschen Ideen wird er sicher nicht lange warten müssen.
 


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