So sieht Klimaschutz aus.

Energieeffizienz hoch, Kosten runter

Qualit?t steht an erster Stelle

Bergens Greenhouses: Vorsprung durch Technik

Ein leises Quietschen. Stopp. Wieder leises Quietschen. Und wieder ein Stopp. Wenn man bei Bergen’s Greenhouses in Forest Lake das Gef?hl hat, dass die Decke sich bewegt, ist das nicht ganz falsch: In luftiger H?he h?ngen dort Topfpflanzen in H?ngeampeln in langen Reihen nebeneinander. Die gr?nen Kolonnen sind den ganzen Tag in Bewegung, gestoppt wird zum Gie?en oder Ernten. Es ist ein beeindruckendes Bild, wenn man den Blick die 168 Meter bis zum Ende des Baus schweifen l?sst: 117.000 T?pfe mit Petunien und Lieschen drehen dort leise schaukelnd ihre Runden von Nord nach S?d – 225.000 St?ck verlassen das Gew?chshaus pro Jahr.

Hinter diesem Bild steckt jede Menge Technik: Ein Motor treibt die Reihen an, die Stopps sind vorausberechnet. Die erntenden Arbeiter fahren mit Hub-Schlitten unter die Reihen und nehmen die T?pfe, die „reif“, also bereit zum Transport sind, ab. „Unser System ist einzigartig“, sagt Gesch?ftsf?hrer Kevin Johnson. „Wir nutzen damit nicht nur besser den Platz in unseren Gew?chsh?usern, sondern vereinfachen die Arbeitsprozesse auch enorm.“ So m?ssen sich die Arbeiter beim Ernten nicht mehr b?cken, das Bew?ssern von Hand f?llt ganz weg – und die Pflanzen gedeihen sehr gut, weil sie im oberen Teil noch mehr Licht bekommen.

Der Familienbetrieb in Minnesota ist bereits in der vierten Generation. Er war der erste in Nordamerika, der Gew?chsh?user mit Stegdoppelplatten baute. „Locally Grown since 1921“ hei?t der Slogan, unter dem Bergen vor allem Topfpflanzen wie Hortensien, Lilien, Geranien, Flei?ige Lieschen, Begonien und Petunien verkauft. Bekannt ist der Betrieb auch f?r saisonale Gew?chse wie Osterglocken und Weihnachtssterne. Die Abnehmer sind vor allem Wiederverk?ufer wie Wal-Mart und zu einem kleineren Teil gro?e, unabh?ngige Floristen in Minnesota, North Dakota, South Dakota und Wisconsin. Mit vier Standorten und rund 105.000 Quadratmetern Anbaufl?che und einem Gartencenter ist Bergen’s der gr??te G?rtnerbetrieb der Region – und gleichzeitig Vorreiter in Sachen Technik.

Das zeigt sich auch unter der Decke der Gew?chsh?user. Dort wurde eine andere innovative Technologie eingesetzt: Die gro?en Fenster lassen sich auf Knopfdruck ?ffnen. Das erlaubt eine einfache Kontrolle des Klimas im Gew?chshaus – Hitze und zu feuchte Luft flie?en einfach ab. Dadurch entf?llt der Einsatz von teuren und energieverbrauchenden Ventilatoren. Und ein weiterer Vorteil: Die Pflanzen wachsen unter „nat?rlichen“ Voraussetzungen und sind so widerstandsf?higer.

Von der Decke lohnt der Blick auch auf den Boden: Auf Knopfdruck wird es dort nass – und wieder trocken. Wenn die am Boden in wenige Zentimeter hohen Becken stehenden Topfpflanzen Wasser ben?tigen, werden die Becken geflutet. Im Boden darunter sind Tanks mit mehr als eine Million Liter Wasser. Mit dem Wasser kommt gleich noch die richtige Menge D?nger, den ein Computer berechnet. Der Vorteil liegt nicht nur in der genauen Dosierung und dem geringen Aufwand an Handarbeit: „Das abflie?ende Wasser mit dem D?nger kann wieder verwendet werden. Au?erdem haben wir wesentlich weniger Krankheiten und Qualit?tseinbu?en, weil wir keinerlei Tropfwasser auf den Pflanzen haben“, erkl?rt Kevin Johnson.

Auch bei den Jungpflanzen setzt Bergen’s in Forest Lake auf vereinfachtes, schnelles Handling. „Fr?her mussten die Stecklinge umgepflanzt und anschlie?end auf gro?e Wagen verladen werden. Arbeiter transportierten die Pflanzen dann an den Zielort im Gew?chshaus, wo sie von Hand gegossen wurden“, erz?hlt Johnson. Heute geht das sehr viel einfacher: Die Stecklinge werden gepflanzt und von dort automatisch auf Alu-Schlitten verladen. Nach einer Tour durch die Bew?sserungsanlage geht es automatisch an den Zielort im Gew?chshaus, wo ein Kran die Paletten in die Beete hebt. Auch dieses System ist einzigartig in den USA.

Die gesamte Technik bei Bergen’s Greenhouses ist auf die Qualit?t der Produkte ausgerichtet: „Um in diesem Markt zu bestehen, m?ssen wir erstklassige Ware liefern. Wir m?ssen unseren Anspruch, f?r den wir in der Gegend bekannt sind, erf?llen, sonst haben wir nicht die Nase vorn.“ Dabei spielen die Kosten eine gro?e Rolle. „Wir vermeiden sehr viel Kosten, indem wir Energie einsparen“, so Johnson. Einen gro?en Teil hierzu tr?gt PLEXIGLAS? bei. Rund 44.000 Quadratmeter Gew?chshaus sind inzwischen mit PLEXIGLAS ALLTOP? ?berdacht. Die Temperaturen in diesem Gebiet der USA liegen oft von November bis April unter 0 Grad Celsius, dazu schneit es stark. Das w?rmed?mmende Material hat sich in diesem Klima als echter Kostenfaktor erwiesen: „Wir sparen die H?lfte der Energiekosten gegen?ber Glas“, haben die G?rtner errechnet. Und PLEXIGLAS? bietet im Vergleich zu Glas oder anderen Materialien auch f?r Bergen’s weitere Vorteile, zum Beispiel beim Thema Lichtausbeute: „Durch die Lichtdurchl?ssigkeit von 91 Prozent wachsen die Pflanzen schneller, entwickeln sch?nere Farben und sind resistenter – das k?nnen wir im direkten Vergleich zu Pflanzen aus unseren Gew?chsh?usern sehen, die mit anderen Materialien gebaut sind.“ Grund genug, weiter auf das Material zu setzen: Das n?chste Gew?chshaus aus PLEXIGLAS? ist bereits im Bau.

Auch dort werden wieder die Reihen mit H?nget?pfen ihre Runden drehen. Und wahrscheinlich werden die Begonien und Petunien auch wieder Besuch bekommen: Wenn von oben neben dem typischen leisen Quietschen der B?nder auch ein zartes Tschilpen zu h?ren ist, wissen die Arbeiter, dass sie erstmal genau hinschauen m?ssen – dann haben n?mlich wieder V?gel ein Nest in einem Topf gebaut.
 


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