So sieht Klimaschutz aus.

Energieeffizienz hoch, Kosten runter

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UN-Vorbereitungskonferenz zum Weltklimagipfel

20.08.2010 - Umweltschutz

Klimasachverständige aus aller Welt beteiligten sich im Juli an den fünftägigen Verhandlungen in Bonn. Ziel war es, eine Grundlage für den Klimagipfel in Cancún zu schaffen. Ein einheitliches Ergebnis, inwieweit und auf welche Weise Treibhausgase künftig gemindert werden und wie ein neues Klimaabkommen aussehen könnte, wurde nicht erzielt.

Die Ergebnisse werden von den Teilnehmern unterschiedlich bewertet. Obwohl die Vorsitzende des UN-Klimasekretariats, Christina Figueres, Fortschritte erkennt, rief sie die Regierungen am Ende der Verhandlung zu mehr Kompromissbereitschaft auf.

Dessima Williams, Vorsitzende der Gruppe der kleinen Inselstaaten (AOSIS), hat den Eindruck, dass es wegen vieler neuer Vorschläge, Ergänzungen und Zusätze zu keiner eigentlichen Verhandlung der Entwürfe gekommen ist.

Martin Kaiser, Klimabeauftragter von Greenpeace International, bedauert, dass anscheinend der Wille zu klaren Entscheidungen fehlte. Die Verhandlungen in Bonn kämen einem Rückschritt zum Klimagipfel in Stockholm gleich. Es bestehe wenig Hoffnung, dass es in Cancún klare Ergebnisse gäbe.

Vor dem Weltklimagipfel im Dezember ist noch eine Verhandlungswoche im chinesischen Tianjing geplant. Danach sollten sich mehr als 180 Staaten auf verbindliche Klimaziele einigen. Schlägt dies fehl, müssen weitere Optionen – wie beispielsweise die Verlängerung des Kyoto-Protokolls – erwägt werden.

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